Was ist Hypnosetherapie? Mythen und was tatsächlich passiert
- Funda Gottret
- 11. Mai
- 3 Min. Lesezeit
«Ist Hypnosetherapie seriös?» «Verliert man bei Hypnose die Kontrolle?» «Wie wirkt Hypnose eigentlich?» Drei Fragen, die ich oft im Erstgespräch höre.

Wie sich Hypnose tatsächlich anfühlt
Bevor ich dir beschreibe, was du in einer Sitzung wirklich erlebst, schauen wir auf das, was viele zuerst denken. Und auf das, was tatsächlich passiert.
Die erste Befürchtung: «Ich verliere die Kontrolle.»
Tatsächlich passiert das Gegenteil. In der Hypnose bleibst du jederzeit bei Bewusstsein. Du hörst meine Stimme, du spürst deinen Körper, du kannst jederzeit sprechen oder die Augen öffnen. Du gibst nichts ab. Du erlaubst dir nur, ruhiger zu werden.
Die zweite Befürchtung: «Ich werde willenlos und mache, was man mir sagt.»
Eigentlich unterhalten wir uns. Du sprichst, du hörst, du entscheidest. Mit ein paar Techniken, die dir helfen, in einem ruhigen, fokussierten Zustand näher bei dir zu sein.
Die dritte Befürchtung: «Ich kriege gar nichts mehr mit.»
Im Gegenteil. Viele Klient:innen sagen mir nach der Sitzung, sie hätten sich selten so klar wahrgenommen wie in diesen Minuten.
Du kennst vielleicht den Moment, wenn du in einem guten Buch versinkst. Du bist hellwach, dein Körper sitzt im Sessel, und gleichzeitig bist du so tief drin, dass die Welt um dich herum kurz unwichtig wird. Hypnose ist genau dieser Zustand. Nur etwas tiefer und gezielter geführt.
Was sich verändert, ist nicht deine Kontrolle. Was sich verändert, ist die Distanz zwischen dir und den Gedanken, die dich sonst beschäftigen. Genau dort kann etwas in Bewegung kommen, das vorher festsass.
Wie Hypnose wirkt
Dass sich Hypnose so anfühlt, hat einen Grund. Rund 95 Prozent unseres Verhaltens läuft unbewusst ab. Das heisst:
Der grösste Teil dessen, was du täglich tust, denkst und entscheidest, kommt nicht aus deinem Verstand. Er kommt aus deinem Unterbewusstsein.
Genau dort sind auch die Muster gespeichert, die dich seit Jahren beschäftigen. Selbstzweifel, alte Glaubenssätze, automatische Reaktionen, die du dir oft selbst nicht erklären kannst.
Stell dir zwei Ufer vor. Auf der einen Seite steht das, was du verstandsmässig willst:
mehr Selbstvertrauen, weniger Stress, einen Schritt, den du dir lange vornimmst.
Auf der anderen Seite steht das, was dein Inneres tatsächlich umsetzt.
Und dazwischen ist eine Lücke, die du mit Lesen, Denken und Willenskraft selten schliesst. Hypnosetherapie ist die Brücke zwischen diesen beiden Ufern.
Als diplomierte Hypnosetherapeutin arbeite ich mit Methoden, die in der therapeutischen Praxis seit Jahrzehnten erforscht und angewendet werden. Was viele überrascht: Die Wirkungsweise ist gut nachvollziehbar. In der Hypnose erreichst du einen ruhigen, fokussierten Zustand. Dein Verstand wird leiser, und der Zugang zu dem, was sonst im Hintergrund läuft, wird durchlässiger. Genau in diesem Zustand können wir gezielt mit den Mustern arbeiten, die dich beschäftigen. Sie anschauen, neu durchleuchten, neu verbinden.
Hypnosetherapie ist kein Wundermittel und kein Schalter, den man umlegt. Es ist Arbeit. Aber es ist Arbeit, die an einer Stelle ansetzt, an die du mit Verstand und Willenskraft alleine schwerer rankommst.
Was in einer Sitzung tatsächlich passiert
Bevor du das erste Mal kommst, hilft es zu wissen, wie eine Sitzung konkret abläuft. So gehen wir vor.
Wie startet eine Hypnosesitzung?
Mit einem Gespräch. Wir setzen uns gegenüber, du erzählst mir, was dich beschäftigt und was du heute mitnehmen willst. Wir klären deine Fragen und legen gemeinsam fest, woran wir arbeiten. Erst dann beginnt die eigentliche Hypnose.
Was passiert während der Hypnose?
Ich führe dich mit Sprache und Atemübungen in einen tiefen, klaren Zustand. Du sitzt bequem, deine Augen sind meistens geschlossen, du bleibst ansprechbar und reagierst. In diesem Zustand arbeiten wir mit dem Anliegen, das du mitgebracht hast. Wir nähern uns dem Thema aus einer anderen Perspektive und verbinden es mit deinen eigenen Ressourcen.
Wie endet eine Hypnosesitzung?
Ich begleite dich Schritt für Schritt zurück in den Wachzustand. Danach reden wir noch einmal über das, was passiert ist. Was du wahrgenommen hast, was sich verändert hat, was du in den nächsten Tagen mitnehmen kannst. Eine erste Sitzung dauert meistens ca. 60-90 Minuten.
Was Klient:innen immer wieder erleben:
Hypnosetherapie ist ein Anfang, kein Abschluss.
Ich höre noch Jahre später, wie sie mit dem, was wir gemeinsam erarbeitet haben, im Alltag weiterarbeiten.
Bereit für den ersten Schritt?
Wenn du bis hierher gelesen hast, beschäftigt dich vermutlich selbst etwas, das du verstandsmässig längst geklärt hast. Etwas, das im Kopf logisch ist, im Alltag aber nicht ankommt.
Genau dort setzt Hypnosetherapie an. Sie ist die Brücke zwischen dem, was du willst, und dem, was du tatsächlich lebst.
In meiner Praxis in Bern arbeite ich mit Menschen, die sich genau das wünschen: dass Wissen auch zu Veränderung wird.
Wenn du wissen willst, ob Hypnosetherapie zu dir passt, lade ich dich zu einem kostenlosen telefonischen Erstgespräch ein. 20 Minuten, in denen du mir erzählst, was dich beschäftigt, und wir gemeinsam schauen, ob ich die richtige Begleitung für dich bin.



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